The Radiation Piece – Chronik einer Suche
Führung, 2-Kanal-Audio, 8’48”, Kunsthalle Bern

1969 hat der amerikanische Konzeptkünstler Robert Barry
ein radioaktives Element im obersten Raum der Kunsthalle Bern
deponiert: Uranyl Nitrate (UO2(NO3)2). Der Künstler äusserte sich 2009
in einem Interview mit Mathieu Copeland über sein Werk und meinte:
«As far as I know, it’s still there!» und: «Time is the essence of this piece».
Eine Führung in den obersten Raum der Kunsthalle, die Laterne,
und ein Audiostück, abgespielt im Vestibül der leeren Kunsthalle,
rufen Robert Barry’s Werk in Erinnerung. Das Audiostück setzt
sich aus Textfragmenten zusammen, Zitate von Barry selbst,
und Texte, welche die Suche und Nachforschungen über sein
Werk nachzeichnen.

Ausschnitt_Audio














































































Haus Z., 2017
Publikation, Musikkompositionen,
Dia-Projektion, Stadtgalerie Chur
in Kollaboration mit Julia Bodamer


Das Haus Z. ist ein konkretes Haus, aber auch wieder nicht. Das Haus Z.
ist kein konkretes Haus. Es ist das Haus aus den verschiedenen Fiktionen,
welchen man in der Ausstellung begegnet: den Fiktionen in den Texten, den
Fiktionen in den Audio-Kompositionen und im Video. Das Haus Z. existiert
nur in diesen Fiktionen. Das Haus Z. ist ein fiktionaler Nachkomme eines
konkreten Hauses. Das Haus Z. ist eine Abstraktion.

Ausschnitt Text: Gian-Andri Töndury

Das Haus Zinsli, 1961 von Paul Gredinger in Chur erbaut, wird als wichtigen
Bau der Nachkriegsmoderne eingestuft. Trotzdem ist im Jahr 2015 die
Zukunft des Wohnhauses ungewiss. Ein Video, das den ursprünglichen Zustand
des Hauses festhält, dient als Arbeitsmaterial für fünf SchriftstellerInnen und
MusikerInnen.
Es entsteht eine Publikation mit Texten der Autoren Stefanie Blaser, Werner Rohner,
Fabian Saurer, Eva Seck und Levin Westermann, Kompositionen der Musikerinnen
Fatima Dunn, Anna Trauffer und Petra Ronner und eine Dia-Projektion. Das ursprün-
gliche Video wird gelöscht.






Gestaltung: B&R
























































AURORA, 2017
Gratisnummer mit Audioaufnahme zum Abhören
Kunstwege Pontresina

Leicht zurückversetzt zu der Via Maistra liegt ein mehrstöckiges
Haus mit dunkelroten Fensterläden, es ist ein Personalhaus
für Hotelangestellte. Auf der Fassade steht in grossen Lettern
ein Name: AURORA. Meint der Schriftzug «die Morgenröte» (lat.),
die von den höher gelegenen Fenstern in der Frühe manchmal am
Himmel zu beobachten ist? Nehmen wir an, Aurora ist eine Frau.
Vielleicht lebt sie im obersten Geschoss des Personalhauses. Sie
öffnet jeden Morgen während der Dämmerung das Fenster,
lehnt sich hinaus und arretiert die Fensterläden gewissenhaft
auf beiden Seiten. Eine Stimme wendet sich an sie.

(Text Begleitheft)

Aufeinanderfolgende Gedanken, Monologe, Beobachtungen
und Fragen sind an eine fiktive Person gerichtet und erzählen vom
Dorf Pontresina. Es ist ein Narrativ, das nicht zum makellosen, offiziellen
Bild der Tourismusindustrie passt. Die Stimme gibt einen Einblick
«Hinter die Kulissen», deutet auf die wirtschaftliche Überbeanspruchung:
sie beschreibt leerstehende Hotels und gibt Einblick in die Lebens- und
Arbeitssituation ausländischer Hotelangestellter.

Audio Aurora































FORUM IM JUNI, 2015
eine Kollaboration mit Damiano Curschellas

Ein übergrosser Tisch war der Austragungsort, auf dem
verschiedene Kunstschaffende ihre Arbeiten gezeigt haben.

Eine Kollaboration mit Damiano Curschellas, mit Beiträgen von:
Karin Karinna Bühler, Gian-Andri Töndury, Benjamin Quaderer,
Delphine Chapuis Schmitz, Françoise Caraco, Maia Gusberti







How much of this is fiction, Neon Type, Maia Gusberti, 2014






























































VAL D'INFERN, 2014
Basslautsprecher, Spanplatten 820 x 260 x 261 cm,
Espace Libre Biel/Bienne



Der Ausstellungsraum liegt am Fuss des Jura-Massivs in Biel. Die
Konstruktion aus Spanplatten mit der leicht überhängenden Längsseite
verengt den Raum und legt den Fokus auf die Bruchsteinmauer.
Der Ursprung der Audio-Ebene, welche vom Basslautsprecher widergegeben
wird, sind tieffrequente seismische Messdaten einer Felsrippe in Graubünden
(Val d‘Infern). Diese wurden, zwecks einer geologischen Untersuchung, als
Schwingungen von sprödem Gestein aufgezeichnet, ein Zustand, kurz vor einem
Felssturz. Diese Frequenzen wurden durch Erhöhung hörbar gemacht.


























































about a vision, 2017
Ausschnitt aus dem Radio Broadcast Southern Wave, Caucus, Eindhoven

about a vision.mp3



























































































Nicht hier, nicht jetzt, 2017



































































Beitrag für CARTE BLANCHE, in der Tageszeitung Südostschweiz
















































Intervention in der Tageszeitung Südostschweiz
Projekt Ortung, Chur, 2014











































Intervention in der Tageszeitung Südostschweiz
Projekt Ortung, Chur, 2014








































































Ideenwettbewerb, 2012